DER KLEINE PRINZ, Saint-Exupéry / Monique MONDON – MUTH

DER KLEINE PRINZ, Saint-Exupéry / Monique MONDON – MUTH


Mein kleines Prinzchen war bleich wie der Schnee. Sein Herz klopfte wie dasjenige eines sterbenden Vogels, den man mit der Flinte geschossen hat. Kleines Kerlchen, nicht wahr? Es ist ein böser Traum, diese Geschichte mit der Schlange und der Vereinbarung und dem Stern. Aber der Kleine Prinz träumte … – Was wichtig ist, sieht man nicht! – Sicher! – Das ist wie mit der Blume. Wenn Du eine Blume liebst, die auf einem Stern wohnt, ist es wunderschön bei Nacht, den Himmel zu betrachten. Alle Sterne sind voll Blumen. Wirst Du in der Nacht die Sterne anschauen? – Sicher! – Es ist klein, zu klein bei mir, um Dir zeigen zu können, wo es liegt. Aber es ist besser so. Mein Stern, er wird für Dich einer der Sterne sein. Also wirst Du alle Sterne gern anschauen. Sie werden alle Deine Freunde sein. Und dann werde ich Dir ein Geschenk machen. – Ach kleines Kerlchen, Du, Du … Ich höre so gerne dieses Lachen! – Gerade das wird mein Geschenk sein. – Was willst Du damit sagen? – Du, Du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat! – Aber wie? Wenn Du den Himmel anschauen wirst, während der Nacht … – Ja! – da ich auf einem von ihnen wohnen werde, – Ja! – und da ich auf einem von ihnen lachen werde, wird es für Dich sein, als lachten alle Sterne. Du wirst Sterne haben, die lachen können. Und wenn Du Dich getröstet hast, (man tröstet sich immer,) wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein, und Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und Du wirst manchmal Dein Fenster öffnen, so, weil es Dir gefällt, und Deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass Du lachst, indem Du den Himmel anschaust. Du wirst ihnen dann sagen: Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen. Sie werden Dich für verrückt halten. Ich werde Dir einen ganz schönen Streich gespielt haben. Es wird sein, als hätte ich Dir statt der Sterne eine Menge kleiner Glöckchen geschenkt, Glöckchen, die lachen können. Aber diese Nacht, weißt Du, komme nicht. – Ich verlasse Dich nicht! – Es wird so sein, als ob ich weh hätte. Es wird ein bisschen so sein, als ob ich sterben würde. Es ist so! Siehe Dir das nicht an. Es ist nicht der Mühe wert. – Ich verlasse Dich nicht! – Ich sage Dir das auch wegen der Schlange; sie darf Dich nicht beißen. Die Schlangen sind böse. Sie können so beißen, weil es ihnen gefällt. – Ich verlasse Dich nicht! – Eigentlich, sie haben kein Gift mehr für den zweiten Biss. In dieser Nacht habe ich nicht gesehen, wie er sich auf den Weg machte. Er war lautlos entwischt.

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